Blick zurück auf 2022

Dieser Blick zurück ist der Blick mit dem Auge auf das Zeitgeschehen und die Gesellschaft, in der wir leben. Er hat so gar nichts mit den Privaten Umständen zu tun.

Hier kann ich nicht anders: Mir fällt nicht viel Positives ein. Außer vielleicht, dass die Corona-Maßnahmen im Laufe des Jahres 2022 faktisch vollständig entfallen sind. Die verbliebene Maskenpflicht in einigen wenigen Bereichen, wie dem überregionalen Bahnverkehr oder in Arztpraxen, kann ich persönlich nicht wirklich als Maßnahme gegen Corona einstufen, ich würde das eher als allgemeine Maßnahme gegen Infektionskrankheiten als solche (es grassieren Atemwegserkranken die kein Corona sind) betiteln. Alle Ärzte haben das Recht, selbst ohne Verordnung „von oben“ für die eigene Praxis solche Regeln aufzustellen, aus reinem Selbstschutz! Und auch jedes Unternehmen hat in meinen Augen das Recht dazu, eigene Regeln zu erlassen, quasi im Kontext mit dem Hausrecht zum Schutz der eigenen Belegschaft (der Krankenstand, der Ende 2022 in den Medien diskutiert wird bringt mich zu dieser Einschätzung).

Der von Putin zu verantwortende völkerrechtswidrige Überfall auf die Ukraine und der bis heute nicht beendete Krieg ist eine der bittersten Wahrheiten, der wir alle, auch ich, uns stellen müssen. Die Welt ist seit dem vermeintlichen Ende des Kalten Krieges Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts nicht sicherer geworden. Ich habe für diese entsetzliche Situation keine Worte, nur Hoffnungen, die sich am Besten mit Banksy ausdrücken lassen:

Was mich im Zusammenhang mit diesen entsetzlichen Krieg wütend macht, sind vermeintliche Argumente einiger Intellektueller und Vertretern der Linken (und der AfD), die darin kulminieren zu fragen „… warum wurden russische Interessen immer wieder ignoriert?“ …

Und was mich innenpolitisch fast ebenso arg auf die Palme bringt ist die hanebüchene Argumentation man müsse die „Letzte Generation“ als terroristische Vereinigung einstufen – ich hoffe doch sehr, das der Vortrag solcher Argumente durch welche Politiker auch immer sehr bald verstummt. Insbesondere vor dem Hintergrund der „kürzlich verhafteten Truppenteile um Herrn Reuß„. Ich bin zwar kein Jurist, aber die Argumentation der Protagonisten geht auch für mich als Nicht-Jurist in die vollkommen falsche Richtung, wie auch Halina Wawzyniak, eine Juristin(!), in ihrem Blog treffend mit der profanen Überschrift „Letzte Generation und kriminelle Vereinigung – Was ein Quatsch“ beschreibt.

Was die „Letzte Generation“ wohl viel treffender beschreibt, kann man in Berlin an der East Side Gallery bewundern. Meine Bitte an die Letzte Generation: Hört nicht auf zivilen Ungehorsam zu zeigen und für Eure Ideen zu kämpfen. Gleichzeitig bitte ich Euch, streng an Eurem Gewaltverzichts-Gebot zu bleiben.

East Side Gallery, mit freundlicher Genehmigung (c) Lumixknipser 2022

Vielleicht aber, liebe Letzte Generation – so ähnlich formuliert es auch die Juristin im verlinkten Blogbeitrag – überdenkt Ihr auch die jeweilige Aktionsform. Vielleicht ist etwas anderes je ebenso effizient in der Wirkung, wie das Festkleben. Aber bitte, versteht mich nicht falsch, beendet nicht die Aktion.

Aber wer bin ich schon, hier irgendwelche Tipps oder Ratschläge zu geben?

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