Urlaub 2022 // Tag 4 // 31. August

Ein Stadtbummel in Bernau und ein Besuch des Felidae Wildkatzen- und Artenschutzzentrums Barnim standen heute auf dem Programm.

Administratives Vorprogramm

Doch die erste Anlaufstelle sollte ein Fahrradverleih sein, in dem wir die Ausleihe von vier Fahrrädern für den morgigen Tag vorbereiten wollten. Wir dachten halt, es sei eine gute Idee schon mal einen Tag zuvor vorstellig zu werden in der Hoffnung solcherlei Engagement würde gewürdigt und die angebotenen Fahrräder würden dadurch irgendwie besonders werden, vielleicht von besserer Ausstattung sein oder so.

Doch erschrocken mussten wir feststellen, dass Engagement zumindest in diesem Fahrradladen mit angeschlossenem Verleih weder eine bekannte Vokabel noch ein existierendes Handlungsmuster war. „Ja, haben wir“, war die ganze sprachliche Erwiderung auf unser Ansinnen. Mehr kam da erst mal nicht. Jedes weitere Wort musste dem armen Mann aus der Nase gezogen werden. Wenn ich nicht wüsste, dass wir im Brandenburgischen waren, ich hätte vermutet, wir sind ganz im Norden Deutschlands. Selbst ein maulfauler Schotte (denen man ja auch nachsagt, sie würden kein unnötiges Wort von sich geben) scheint eine Plaudertasche zu sein im Vergleich zu unserem Fahrradverleiher.

Da es hier in der Gegend mehrere Möglichkeiten gibt Fahrräder auszuleihen, werden wir unser Glück wohl anderweitig versuchen und den Namen unseres minderengagierten Verleihers nicht preisgeben.

Bernau

Zweiter Teil des Tages bestand in einem Ausflug in die märkische Stadt Bernau. Sehr hübsch gemacht ist der Spazierweg entlang der Stadtmauer. Die Bernauer Innenstadt, also der Teil der innerhalb der historischen Stadtmauer liegt, ist wirklich winzig. Wer sich beeilt, Schafft die Stadtmauer-Umrundung in unter einer Stunde. Kein Wunder, möchte man sagen, denn in Zeiten, als diese Stadtmauer gebaut wurde (die Stadtgründung fällt wohl in das 13. Jahrhundert), waren märkische Städtchen nun mal nicht wirklich groß, sondern eher ein Marktplatz mit ein paar Häusern drumherum, und eben von jener Stadtmauer umschlossen gegen eventuell von außen kommende Feinde. Und immerhin:

Am Georgstag (23. April) des Jahres 1432 gelang den Bernauer Bürgern die Abwehr eines Angriffs der Hussiten, die auf ihrem Feldzug durch die Lausitz (18. März–5. Mai 1432) zahlreiche Städte zerstörten und plünderten

Wikipedia Artikel über Bernau

Die Bernauer Innenstadt ist ein netter Flecken, zumal auch die Architektur des DDR-Plattenbaus innerhalb der Stadtmauer recht liebevoll und den Reiz der Innenstadt nicht störend integriert wurde.

Lecker zu Mittag gegessen haben wir im Gasthaus Leiterwagen, und der Leser ahnt es schon: Es war wirklich lecker! sonst würde ich hier keinen Link unterbringen.

Besuch im Felidae Wildkatzen- und Artenschutzzentrum Barnim

Mitten in der Landschaft, ich würde sagen an einem Aussiedlerhof, hat ein Tierarzt in den 1990er Jahren begonnen seiner Passion zu folgen und Anlagen zur Haltung kleiner und großer Raubkatzen zu bauen. Inzwischen verfügt die private Einrichtung über eine Zoogenehmigung und nimmt an europaweiten Zuchtprogrammen für Fossas, Rostkatzen, Jaguarundis und Schneeleoparden teil.

Der Besuch lohnt sich, da man ohnehin nur mit Führung auf das Gelände kommt. Die Führung war sehr kurzweilig absolut empfehlenswert. Und ich führe hier jetzt die Höhepunkte der Führung nicht aus, das würde den Effekt des erstmaligen eigenen Erlebens nehmen, und das will ja keiner 🙂

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