2 // am 9. Juni landeten wir in England

Die etwas unruhige Nacht gut mit Schlaf „überbrückt“, empfing uns Nord-England bei strahlendem Sonnenschein aber recht frisch, wie wir es als in der Rhein-Ebene Beheimatete wohl nennen müssen. Den Briten selbst ist die Frische des Wetters in ihrer Bekleidung ja meist kaum anzusehen …

Unser VW Bus schnurrte also von der Fähre runter, und dann quer durch Newcastle-upon-Tyne gen Westen immer parallel zur antiken Hadrians Wall. Zwischenziel war ein kleiner Ausflug zu einem Besucher-Park an eben jenem Hadrians Wall in westlichen Abschnitt.

Hier war, wie oft an solchen Oasen des Wanderns oder Spazierengehens, nicht viel los. Eigentlich war gar nichts los. Wir spazierten also ein wenig hinauf in die Höhe ohne gleich eine Wanderung machen zu wollen, aber den Blick nach Norden wollten wir schon erhaschen.

Spannend wurde es genau dann, als einer von drei frei laufenden Hunden (natürlich der Kleinste!) irgendwie Gefallen an unserer jüngsten Tochter zu finden schien. Fern von Frauchen und offenbar voll der Hundefreude über ein solch niedliches blondes Mädchen sprang er mehrmals und ein bisschen nach ihrer Hand schnappend an ihr hoch.

Leider ist unser Mädchen kein absoluter Hunde-Fan. Sie weiß sich auch nicht selbst zu helfen. Und die Oma – früher auch einmal gebissen – steht auch nicht gerade auf der Seite solcher Hunde. Zu sechst waren wir allerdings nicht zu überwinden, der kleine Kläffer bekam sein Fett weg und dem Frauchen war wohl auch nicht so richtig geheuer, auch wenn die Dame meinte, es sei an dieser Stelle ja erlaubt, die Hunde frei laufen zu lassen. Frei zu beißen ist ja dann auch in England verboten. Letztendlich wurde das Kind nicht verletzt, der Schrecken war wohl größer als die Realität und die Besitzer entschuldigten sich.

Also Zeit für ein Gruppenfoto (was wir natürlich hier im Netz nicht veröffentlichen) und da der Hunger sich langsam meldete auch Zeit für ein Lunch. Also auf ins Samson Inn, wo wir lecker zu Mittag aßen. Für die ersten beiden Übernachtungen mussten wir nach dem Lunch noch bis hinter Glasgow nach Dumbarton ins Abbotsford Hotel.

Im Reisetagebuch meiner großen Tochter steht dann nur noch:

Gegen Abend kamen wir dann an. Zum Abendessen gingen wir in das hoteleigene Restaurant. Die Portionen dort waren ziemlich groß. Nach dem Essen fielen wir müde in unsere Betten.

G3-Kathi in ihrem Reisetagebuch

So wird es wohl gewesen sein. 🙂