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Als mich vor inzwischen ein paar Jahren meine Tochter aus freien Stücken gefragt hat, wie sie es schaffen könne, der Welt etwas über Ihre Leidenschaft für das Lesen mitzuteilen, war ich erst verwundert und dann auch ein wenig stolz. Immerhin hat sie auf diese Weise etwas, was sie antreibt, was von ihr allein kommt, zu dem sie niemand antreiben musste und muss. Das ist doch toll!
Ich musste Ihr also ihren Bücherblog einrichten, und sie schreibt. Und schreibt, und schreibt. Wer diesen Bücherblog jetzt lesen will, der muss hier abbiegen.

Doch nur der Administrator sein für den töchterlichen Buchblog, na ja, das ist denn auch nicht genug. Also gehe ich auch hin, und schreibe, was ich schon geschrieben habe (und aus der Mottenkiste stammt) und was ich schreiben werde nun auch nicht nur auf Papier und in Dateien, sondern auch offen, für die Welt. Also, zumindest potenziell …

Muss ja keiner lesen, der´s nicht lesen will. Kann aber lesen, wer es möchte. Das ist doch schön: dass man die Wahl hat, dass man kann, aber nicht muss.


Bild // Buch // Blog // BYE-BYE – So könnte diese Website überschrieben sein. Quasi als eine Alliteration aus vier Begriffen, die ich – ich weiß nicht warum – zwanghaft mit dem B beginnen lasse.

Bild

Ich habe irgendwann angefangen, zu fotografieren. Das kam durch einen Urlaub 2003. Da sind mir durch Zufall schöne Bilder gelungen. Und in den Jahren danach entwickelten sich die Preise für halb-professionelles Equipment und die Inhalte der Lohntüte – da war ich zwar noch jung, aber es war nicht mehr meine Jugend – derart frohlockend aufeinander zu, dass man – einmal angefixt – gar nicht anders konnte, als ein wenig mehr einzutauchen in die Suche nach Motiven, ohne gleich jede Woche zig Bilder zu machen oder gar zu veröffentlichen. Ich verbinde mit dem Photographieren sowas wie mentale Entspannung, völlige Freiheit von Druck. Und wem´s nicht gefällt, der muss ja nicht hingucken.

Ich finde ja die englische Ausdrucksweise für eine Fotografie aufnehmen (taking a photograph) viel schöner. Da schimmert das altgriechisch noch durch. Die vereinfachte deutsche Schreibung ist für die Generationen nach mir ganz nett, ich präferiere photographieren. Womit wir gedanklich beim Textlichen wären, dem ich eine Menge abgewinnen kann, nicht allem, aber manchem.

Buch

Ich lese viel. Immer schon, seit meiner Jugend, und die ist jetzt schon ganz lange her.

Ich lese zu viel, zu oft und zu lange, sagen meine Kinder und meine liebe Frau. Manchmal stimmt das, wenn ich nur wenige Stunden einer Nacht zum Schlafen komme.

Ich lese Bücher. Damit die nicht das Regal sprengen habe ich vor Jahren auf E-Books umgestellt. Denn es sind viele. Sehr viele. Meist zur Unterhaltung, aber zwischendurch mal was Biographisches und interessante Sachtexte in Buchform. Und ja, ich kaufe das meiste. Das mit dem Leihen von E-Books ist noch nicht meins. Sollte ich wohl mal machen, insbesondere für die Unterhaltung.

Ich lese Zeitung. Verschiedene Zeitungen. Oder nennt man die jetzt Journal, oder Zeitschrift? Egal. Seit es Internet gibt lese ich Zeitung vermehrt online. Oder mittels App. Und ja, auch hier zahle ich. Ich finde einfach, Journalismus muss bezahlt werden, sonst kann er nicht frei sein, und was unfreier Journalismus (selbst bezahlter unfreier Journalismus) an Output und Outcome bringt, nun das kenne ich aus meiner Jugend. Ist zwar lange her, will ich aber nicht, nicht mehr und nie wieder!

Ich lese Blogs. Natürlich im Internet, wo auch sonst! Manchmal sind unter den von mir gefolgten (oder muss man verfolgten schreiben?) Bloggern welche mit richtig Reichweite, manchmal sind es eher Freizeitblogger. Aber alle haben etwas zu sagen. Interessante Thesen und schöne Erlebnisse von mir meist völlig unbekannten Menschen, deren Texte mir aber eine Art Seelenverwandschaft vermitteln, dass es fast schon erschreckend ist.

Blog

Und weil es so cool ist, wie diese Blogger einfach so in die Welt hinausrufen, was sie zu sagen haben, blogge ich auch.

Ein wesentlicher Grund ist ja, dass ich mir nicht viel merken kann von dem, was ich irgendwann mal aufgeschrieben habe. Ist ja aufgeschrieben, steht schon irgendwo.

Und ja, die kleine technische Nebensächlichkeit, dass man quasi ein eigenes Archiv seiner Gedanken anlegt, ist für mich ein Hauptgrund dafür, dass ich blogge. Ich blogge auch manches einfach mal privat, dann sieht es von Euch da draußen niemand, aber ich hab´s in meinem Archiv und kann mich Monate oder Jahre über meine eigenen Texte wundern oder ärgern oder freuen, das ist cool.

Bye-Bye

… steht für „Ich bin dann mal weg“. Urlaub machen, oder anderweitig Reisen. Mit oder ohne Familie, egal, Hauptsache weg und was anderes sehen als die eigenen vier Wände. Wie heißt es so schön? Reisen bildet? Nun zumindest kann nur der, der reist, sich die Welt anschauen. Und zur Frage mit der Weltanschauung habe ich mit mir und meiner Herkunft / Sozialisation ohnehin noch einiges offen 😉 .

… noch was?

Ein nicht in die Alliteration passendes Hobby ist die Musik, die Handgemachte, mit der Gitarre und durch die Tochter begleitete Klarinette. Da ist weit und Breit kein Buchstabe der zu Bild, Buch oder Blog passt. Außer vielleicht, „Berühmt werd´ ich nicht mehr“. Muss ja auch nicht.

Beim Musik-Machen geht es auch um Freiheit von Belastendem im Kopf. Wer die Birne nicht frei hat, verspielt sich laufend. Und wenn´s halbwegs schön sein soll, also klingen soll, ist laufendes Verspielen keine Option.


Quelle der Photos: